TEXTILWIRTSCHAFT

13 Juni 2012

China ist im Umbruch. Das über viele Jahre liebstes Kind der europäischen Investoren hält nicht mehr das, was es versprochen hat - das Wachstum sinkt, die Löhne steigen. In den vergangenen Jahren hat die Wirtschaft im Reich der Mitte im Schnitt um 10% pro Jahr zugelegt, für 2012 geht die chinesische Regierung von einem Wachstum von nur noch 7,5% aus. Das Plus, bei dem in den westlichen Ländern noch die Sektkorken knallen würden, ist für China ein Rückschlag. Deutlich zugelegt haben hingegen die Kosten für Produktion und Arbeit. In der Textil- und Bekleidungsindustrie erhöhten sie sich im vergangenen Jahr um 21%, Tendenz: weiter steigend. "Die Bekleidungshersteller müssen ihren Arbeitern höhere Löhne zahlen, um sie zu halten", erklärt Sven Kromer, Partner beim Düsseldorfer Beratungsunternehmen Kurt Salmon.