Textilwirtschaft

21 Juli 2016

Kurt Salmon-Studie untersucht Prioritäten und Trends in der Textil-Lieferkette und Logistik

Modeunternehmen erkaufen sich ihr E-Commerce-Wachstum häufig durch überproportional steigende Bestände“, sagt Sven Kromer, Partner der Unternehmensberatung Kurt Salmon. „Während das Online-Geschäft im Bekleidungshandel in den vergangenen Jahren durchschnittlich um 8 bis 10% pro Jahr gewachsen ist, sind die E-Commerce-Bestände häufig um 15 bis 20% angestiegen“, erklärt der Handelsexperte. In der Folge stünden altbewährte Prozesse, Strukturen und Systeme auf dem Prüfstand. „E-Commerce kann nicht mehr länger als die größte Filiale geführt werden, sondern muss ganzheitlich integriert werden.“

Kurt Salmon hat 50 Entscheider europäischer Handelsunternehmen und Konsumgüterhersteller zu Prioritäten und Trends in der Textil-Lieferkette und Logistik befragt. Davon arbeiten etwa 85% im Modebereich. Ergebnis: Mehr als zwei von drei Managern (67%) sehen die größte Herausforderung darin, dass die abzuwickelnden Mengen im Multichannel-Handel stetig wachsen. Es folgt der Wettbewerb um kürzere Lieferzeiten, der Auf- und Ausbau neuer Märkte und die Rückführung von Online-Retouren in den regulären Verkaufsprozess. Für das E-Commerce-Geschäft stehen Produktivität und Kosteneffizienz im Lager ganz oben auf der Liste. Für 78% der Entscheider hat das Thema eine hohe Priorität. Gefolgt von der Verkürzung der Handling- und Lieferzeiten. Im Stationärgeschäft gibt es andere Prioritäten: Dort steht die Erhöhung der Bestandstransparenz in der gesamten Lieferkette an vorderster Stelle. Es folgen die Senkung der Bestandskosten bzw. Erhöhung der Lagerumschlaggeschwindigkeit (LUG) sowie die Verbesserung der Nachfrage-Prognose.
 
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