Drapers

30 August 2016

Die Landkarte der textilen Beschaffung verändert sich. Das Streben nach kürzeren Lieferzeiten, ethische und rechtliche Anforderungen, insbesondere nach Vorfällen wie dem verheerenden Brand im Rana Plaza in Bangladesch, und die politische Unsicherheit in der Türkei veranlassen globale Marken und vertikale Händler verstärkt Beschaffungsalternativen aufzubauen.

China ist nach wie vor weit führend in der textilen Beschaffung - einige kleinere Beschaffungsländer profitieren allerdings bereits: Die Bedeutung von Vietnam beispielsweise steigt. Ebenso entwickeln sich Kambodscha, Marokko, Pakistan oder Myanmar rasant. Des Weiteren ist Afrika auf dem Radar vieler Händler und Marken, ebenso wie Portugal aufgrund seiner Nähe.

“Derzeit kann noch kein zweites Beschaffungsland mit China hinsichtlich Breite des Produktangebotes, technische Kompetenzen und Integration der Vorstufen der textilen Wertschöpfungskette konkurrieren“, sagt Peter Rinnebach, Senior Manager der auf Konsum und Handel spezialisierten Unternehmensberatung Kurt Salmon. Aber er fügt hinzu: „China ist kein Niedriglohn-Land mehr.“

Peter Rinnebach führt weiter aus, dass sich die politische Instabilität von Bangladesch, das nach China Platz zwei der europäischen Beschaffungsrangliste belegt, als textiles Beschaffungsland negativ auswirke: „Die politische Situation birgt weiterhin Risiken, wie unlängst der terroristische Anschlag im Viertel Gulshan in Dhakka diesen Sommer noch einmal gezeigt hat. Zusätzlich birgt die mangelnde Arbeitssicherheit weiterhin ein Risiko. Viele Initiativen wurden auf den Weg gebracht mit hoffentlich positiven Effekten. Aber ein neuer Vorfall vergleichbar zum Brand im Rana-Plaza könnte Marken und Händler zwingen ihre Beschaffungsstrategien und die Rolle Bangladeschs grundsätzlich in Frage zu stellen.“

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