Textilwirtschaft

In der Textillogistik rollt die nächste Welle der Automatisierung an. Roboter gehen den Lageristen zur Hand, indem sie Ware kommissionieren, transportieren oder sortieren. In der Lieferlogistik helfen Drohnen und rollende Roboter bei der Paketzustellung.

Die Robotertechnologie entwickelt sich rasant. Weltweit investieren Regierungen, Wagniskapitalgeber und große Einzelhändler in die Roboterforschung. Doch bei aller Begeisterung: Die Logistikchefs müssen sorgsam abwägen, wann und in welchem Maße sie die Roboter einsetzten. Schließlich sind deren Fähigkeiten noch begrenzt, so dass sie unter Umständen nicht effizient arbeiten. Etwa in der Einzelstück-Kommissionierung: "Das komplett automatisierte Greifen in Verbindung mit 3D-Bilderkennung ist gerade bei Bekleidung schwierig", sagt Sven Kromer, Partner der auf Handel und Konsum spezialisierten Unternehmensberatung Kurt Salmon Germany. "Das funktioniert eher bei Hartteilen, die leichter zu greifen sind - zum Beispiel bei Kartons."

Das Gleiche gilt für manuelle Prozesse wie Aufhängen von Kleidern und die Etikettierung und Qualitätsmanagement-Prozesse wie das Erkennen von Flecken. Das erklärt vielleicht, warum Technologie-Trendsetter wie Amazon oder Zalando hierzulande keine Roboter und noch relative wenige Automatisierungstechniken einsetzten.